06.02.2013

Babette Pfefferleins Tour im ländlichen Raum – Besuch der Städte „Bad Frankenhausen“ und „Themar“ Ende Januar 2013

Babette Pfefferlein und Sebastian Heuchel im Gespräch mit Matthias Strejc, dem Bürgermeister von Bad Frankenhausen. Quelle: Jac

Landessprecherin Babette Pfefferlein besuchte Ende Januar auf ihrer Tour durch Thüringer Grundzentren Bad Frankenhausen (Kyffhäuserkreis) und Themar (Landkreis Hildburghausen), wo sie mit verschiedenen Menschen zusammen kam, um über die Entwicklung der Städte zu diskutieren.
Beide Städte werden von Verwaltungsgemeinschaften (VG) umschlossen, die sich bisher gegen eine Eingemeindung sträuben. Da trotz prekärer Finanzsituation nach wie vor je zwei Kommunalverwaltungen auf relativ kleinem Raum existieren und die beiden Städte bereits heute einige Aufgaben der VG's erfüllen, sind die Bürgermeister Matthias Strejc (Bad Frankenhausen) und Hubert Böse (Themar) bestrebt, möglichst schnell eine Neuordnung der Gemeindegrenzen zu erreichen.
Sowohl Bad Frankenhausen als auch Themar haben sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Beide Städte weisen ein positives Zuwanderungssaldo auf und verfügen über eine aktive Zivilgesellschaft. Gleichzeitig sehen sie sich auch mit Problemen konfrontiert, die die zukünftige Entwicklung der Städte gefährden könnten.
Bad Frankenhausen profitiert vor allem von seinem Status als Kurort und Standort der Bundeswehr und kann darüber hinaus auf wirtschaftliche Erfolge verweisen. Dennoch gibt es auch einige Defizite. Das größte Problem stellt der nicht vorhandene ÖPNV dar, auf den sowohl Kurkliniken, Bundeswehr als auch Berufsfachschulen angewiesen sind. Hinzu kommt die Gefährdung des örtlichen Gymnasiums aufgrund des Grundzentrum-Status' und die unzureichende Ausnutzung des touristischen Potentials.
In Themar sind die Probleme hingegen anders gelagert. Die Stadt hat es in den vergangenen Jahren geschafft, das negative Zuwanderungssaldo umzukehren, sodass es heute mehr Zu- als Fortzüge gibt. Dies führt zu einem Mangel an innerstädtischem Wohnraum. Ein weiteres Problem besteht in dem Fehlen von Fachkräften. Aufgrund der Nähe zu Bayern und den dort deutlich höher gelagerten Gehältern leidet Themar unter einem Fachkräftemangel, dessen Konsequenzen sich beispielsweise in einem Pflegenotstand in den kommenden Jahren bemerkbar machen könnten.

Die nächste Station der Tour im ländlichen Raum ist Weida am 11.03.2013.



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