24.01.2014

Mahnung und Verpflichtung zugleich - Grüne gedenken der Opfer des Nationalsozialismus

Foto: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landtagsfraktion Thüringen

Zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus nehmen die Abgeordneten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie Landessprecherin Stephanie Erben am 27. Januar 2014 um 13 Uhr an der Gedenkveranstaltung im Plenarsaal des Thüringer Landtages teil. Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende Anja Siegesmund:

„In Gedanken sind wir heute bei den vielen Millionen Menschen, die während des nationalsozialistischen Regimes verfolgt, gequält, gefoltert und ermordet wurden. Der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus mahnt uns in jedem Jahr aufs Neue, für Freiheit, Toleranz und Pluralismus in unserer Gesellschaft einzutreten. Wie wichtig das fortdauernde Erinnern ist, zeigen in Thüringen Geschichte und Gegenwart zugleich. Während der Zeit des Nationalsozialismus befand sich hier mit Buchenwald eines der grausamsten Konzentrationslager, nach der Maueröffnung konnte sich hier das NSU-Terrortrio sozialisieren und radikalisieren. Solange braunes und menschenverachtendes Gedankengut noch immer Platz in der Mitte unserer Gesellschaft findet, müssen wir die Erinnerungskultur aufrecht erhalten. Nie wieder wegsehen: Dafür zeigen wir Grüne immer wieder Gesicht – in und über Thüringen hinaus.“

Im Anschluss werden Stephanie Erben sowie die beiden SpitzenkandidatInnen Anja Siegesmund und Dirk Adams an der Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Buchenwald teilnehmen und einen gemeinsamen Kranz des Landesverbands von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der grünen Landtagsfraktion niederlegen. Landessprecherin Stephanie Erben und Landessprecher Dieter Lauinger erklären dazu:

„Wir gedenken der Opfer des Nationalsozialismus und begreifen dies zugleich als Verpflichtung, nicht allein beim Gedenken stehenbleiben zu dürfen. Angesichts gegenwärtiger Ausgrenzungen von Minderheiten, Andersdenkenden oder Menschen, die aus verschiedenen Gründen bei uns Schutz suchen, müssen wir fortwährend aktiv für ein demokratisches und tolerantes Miteinander streiten. Rechtsextremen, antisemitischen und homophoben Gesinnungen dürfen wir keinen Nährboden geben und müssen dem entschieden entgegentreten. Wir rufen deshalb schon heute dazu auf, sich an den Protesten und der Menschenkette gegen den geplanten Naziaufmarsch am 13. Februar 2014 in Dresden zu beteiligen.“

Hintergrund: Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus wird jährlich am 27. Januar begangen, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee im Jahr 1945. Aufgrund einer UN-Resolution aus dem Jahr 2005 gilt der 27. Januar auch als internationaler Holocaustgedenktag.



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